Im Judo-Sport steht natürlich die Freude an der Bewegung im Vordergrund, ganzheitliche körperliche Ertüchtigung, nach einem schönen Training ordentlich geschwitzt zu haben, die Muskeln spüren und richtig Spaß gehabt zu haben: dann war alles gut! Zum Judo gehört auch ein Judo-Anzug, Hygiene und respektvoller Umgang mit dem Trainingsgerät, das ist nämlich der Übungspartner. Den Judo-Anzug, "Gi" genannt, gibt es in verschiedenen Qualitäten von € 20 bis über € 300 zu kaufen, und je nach Belieben mit Aufnähern, Bestickungen und Abzeichen. Zusammengehalten wird die Jacke von einem Judo-Gürtel, zweimal um den Bauch gebunden mit dem “richtigen“ Knoten.

HTB-Ehrenmitgliedschaft für Michael Lax

Die Jahreshauptversammlung ist ja immer ein kleiner Höhepunkt für den Verein oder anders formuliert: eine „Pflichtübung“ für die offiziellen Vereinsvertreter, die zu diesem Anlaß Rechenschaft über das vergangene Geschäftsjahr geben und ihre Planungen für das kommende Jahr vorstellen. Von den rund 2.000 Mitgliedern schaffen zu solchen Anlässen etwa 100 den Weg in das Vereinshaus, wovon ein nicht geringer Teil für langjährige Vereinszugehörigkeit oder ehrenamtliche Verdienste geehrt wird und die wohl sonst auch nicht teilnehmen würden..

Was hat das nun mit der Überschrift zu tun?

An diesem Abend erhielt Michael Lax eine ganz besondere Ehrung. Nach Karl-Heinz Reimers, Egon Skaarup und Ralf Reinholz wurde er als 4. Judoka mit der höchsten Auszeichnung, die der Harburger Turnerbund zu vergeben hat, geehrt und zum HTB-Ehrenmitglied ernannt.

Erfolgreiche Kyu-Prüfungen zum Jahresende

Kurz vor Weihnachten 2021 konnten wir in unserem HTB-Dojo trotz der schwierigen Corona-Zeiten Prüfungen zum 3., 2. und 1. Kyu-Grad (grüner, blauer und brauner Gürtel) durchführen. Diese Kyu-Grade tragen fortgeschrittene Judoka und das Bestehen der Prüfungen erfordert eine intensive Vorbereitung. Geprüft werden unter anderem Teile der Nage-no-Kata, Stand- und Bodentechniken sowie die Lösung von judospezifischen Aufgaben. Lange war die Durchführung der Prüfung aufgrund der Corona-Situation unklar, so dass sich Adriano, Marc, Nathalie und Marie (siehe Foto v.l.n.r.) umso mehr freuten, endlich ihr Können am 18.12.2021 auf dem obligatorischen Vorbereitungslehrgang und der anschließenden Prüfung zu demonstrieren. Unter den strengen Augen der Prüfer Ralf (8. Dan), Horst (4. Dan) und Paul (2. Dan) überzeugten alle Vier und dürfen nun den höheren Kyu-Grad tragen. Wir gratulieren Adriano zum grünen Gürtel, Nathalie zum blauen, sowie Marc und Marie zum braunen Gürtel. Macht weiter so.

Judo und enger Kontakt

Judoka waren die ersten, die ihren Sport wegen der Corona-Pandemie einstellen mussten und sind die letzten, die den Sport wieder - immer noch mit engen Regeln - aufnehmen dürfen. So passt es eigentlich nicht zusammen, dass sich zwei Judoka finden und binden. Beim HTB-Judo war es vor rund 45 Jahren der Abteilungsleiter Ralf und dann 15 Jahre später Michael Lax (Michi), die eine Partnerin beim Judo fanden und heirateten. Nun weitere 30 Jahre später finden sich Julia und Johannes und es hat gefunkt.

(DJB) Auf der Mitgliederversammlung des DJB im November in Potsdam verlieh der DJB-Ehrenrat dem Hamburger Ralf Reinholz den 8. Dan. Diese sehr hohe Auszeichnung erhielt Ralf für seine hervorragenden und kontinuierlichen Leistungen für den Judosport auf verschiedenen Ebenen. Er war viele Jahre als Bundes-A-Kampfrichter und ist noch heute als Trainer in seinem Verein in Harburg aktiv. Seit vielen Jahren leitet er die Geschicke des Hamburger Judo-Verbandes als stellvertretender Vorsitzender mit und begleitete in dieser Funktion den Neubau des Landesleistungszentrums, welches als Regionalstützpunkt des DJB fungiert. Das LLZ ist in jeder Hinsicht sein „Baby“.

Nuancen zur Farbe Schwarz kennen wir, von „freundlichem Schwarz“ bis zum Tiefschwarz, alles dabei. So, aber was hat das nun mit Judo zu tun? Klar, von den schwarzen Gürteln beim Judo und auch anderen asiatischen Sportarten haben viele gehört, und Ziel eines Budoka (Sammelbegriff für alle asiatischen Kampfsportarten) ist der Erwerb des Meistergürtels, dem Dan. Insider wissen, für die ersten fünf Dan-Grade gilt: schwarz bleibt schwarz. Paul und Mike hatten sich unter intensiver Betreuung von Horst, unserem Schatzmeister, Kata-Fachmann und Träger des 4. Dan, auf die Prüfung vorbereitet. Teilnahme an Kata-Lehrgängen, Techniklehrgängen und auch das Befragen unserer Dan-Träger gehörten immer wieder dazu. Das Demonstrieren vor größerer Runde nahm auch so manche Hemmschwelle. Nun war es am 19. Oktober soweit, Prüfungsort war die Turnhalle der Mühlenschule in Holm-Seppensen. Allein die beiden wurden rund 2 Stunden intensiv befragt, bzw. mussten ihr Können in Theorie und Praxis unter Beweis stellen. Die Prüfer waren sehr zufrieden und infolge dessen konnte als einstimmiges Ergebnis die Urkunde für den 2. Dan überreicht werden. Sofort wurde die Familie informiert und abends gab es eine Essenseinladung für die Unterstützer. Gratulation auch von der Abteilungsleitung, prima.

Ein Vorweihnachten voller Ereignisse

Immer kurz vor Weihnachten werden im Judo Gürtelprüfungen durchgeführt. Dies gilt nicht nur für Kyu-Grade, sondern auch für unsere DAN-Träger. Dieses Jahr stellten sich Andreas, unser Trainer der Wettkampfgruppe am Montag und Lehrreferent des Hamburger Judo-Verbandes (HJV), in Hamburg der Prüfung zum 2. DAN und Jan, unser Kata-Trainer am Donnerstag, in Hannover der Prüfung zum 4. DAN. Nach langer und intensiver Vorbereitung war es für beide am 15. Dezember 2018 so weit. Am Ende der jeweils langen Prüfungstage, in denen beide ihr Können in Praxis und auch umfangreicher Theorie demonstrierten, konnten sie zu Recht strahlen. Andreas trägt nun den 2. DAN und Jan den 4. DAN.
 
Damit aber noch nicht genug.
 
Hohe Ehrung durch den DJB für Michael Lax
 
Unserem langjährigen Trainer und Sportreferenten des HJV wurde vom Deutschen Judo-Bund e.V. der 6. DAN verliehen. Der 6. DAN ist eine hohe Auszeichnung, den bundesweit nur wenige Judoka erhalten. Umso mehr freute sich unser Abteilungsleiter Ralf (7. DAN), einem überraschten und glücklichen Michi die Urkunde und den rot-weißen Gürtel auf der Weihnachtfeier überreichen zu können.
 
Herzliche Glückwünsche von der ganzen Judoabteilung!

Es sind mind. 3 überregionale Lehrgänge des Hamburger Judo-Verbandes (HJV) erforderlich, um an der verbandsübergreifenden Prüfung auf den Blau- und Braungurt zugelassen zu werden. Unsere Judoka müssen bekanntlich darüber hinaus auch die Vorgaben unserer Judo-Abteilung erfüllen, diese sind noch schärfer und eben auch umfangreicher. Hintergedanke ist, dass der Anwärter mit dem "Mehrwissen" dann den Anforderungen des Judo-Verbandes locker genügt. Nach dem letzten zentralen Vorbereitungslehrgang in Harburg unter Leitung von Erik S. und Andreas Z. (HTB) mit weit über 30 Teilnehmern stellten sich von uns Tobias und Marc den Prüfern. Wie zu erwarten, überzeugten sie die beiden Prüfer und so erwarb Tobias den Braungurt und Marc den Blaugurt. Tobias führt nun auch aufgrund der körperlichen Größe die sog. Schülergrade an und ist für das An- und Abgrüßen beim Training verantwortlich.

Eine von uns

In den mehr als 60 Jahren seit Bestehen der Judo-Abteilung im HTB hatten wir schon verschiedene Mitglieder, die es bis in die Nationalmannschaft geschafft haben. Es waren aber immer die jungen Männer. Mit Martyna Trajdos und Nieke Nordmeyer haben wir seit einigen Jahren zwei junge Frauen, die sich ebenfalls dafür nominieren konnten. Kampfstarts und Trainings-Camps bis nach Tokio, Nordafrika und im gesamten europäischen Kontinent sind für die beiden fast die Tagesordnung.

Schön für uns ist aber auch, dass die beiden Damen sich gerne an die Wurzeln erinnern, sie lernten beim HTB, bei den Trainern Michi und Ralf, die noch heute dabei sind.
Eine weitere Bereicherung ist, dass sie sich von Zeit zu Zeit anbieten, bei uns auf der Matte mal eine „Lehrstunde“ zu geben. Die jugendlichen Teilnehmer sind dann wirklich „so etwas von aufmerksam“, das fällt sogar den Eltern auf.

Derzeit bereichert Nieke unser Training, sie zeigt für 3 Wochen einen kleinen Ausschnitt ihres Könnens, montags ab 19 Uhr mit Jan und donnerstags ab 18:15 Uhr mit Michi.

Also ein Aufruf für alle, egal ob Hitze oder Regen, kommen, mitmachen und aus erster Hand, sprich Ohren und Augen auf, und lernen. Die Techniken für den Wettkampfsport auf internationalem Niveau sehen doch manchmal etwas anders aus, als für die nächste Gürtelprüfung. Nach dem Training erzählt Nieke auch gerne aus dem Alltag eines „Berufs-Judoka“, gibt Autogramme und signiert sogar auf der Judo-Jacke.